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Finanzierungsplan
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Neben dem Businessplan ist der Finanzplan die weitere
fundamentale Arbeitsaufgabe, die jeder Existenzgründer
lösen muss. Viele Gründer sind sich nicht im Klaren,
wie viel Geld Sie wirklich benötigen, um die ersten
kritischen Jahre zu überstehen.
Durch die Aufstellung der anfallenden
Kosten muss der Außenstehende (Bankberater, Unternehmensberater,
etc) die 4-W-Fragen beantwortet
bekommen:
1. Was kostet mich das Vorhaben?
2. Wie will ich das bezahlen?
3. Wie viel kann ich damit verdienen?
4. Wie kann ich den Zahlungsverpflichtungen jederzeit
nachkommen?
Zur Beurteilung dieser fundamentalen Berechnungen
sollte ein Unternehmensberater bzw. Steuerberater
hinzugezogen werden. Fehler, die an dieser Stelle
nicht aufgedeckt werden, können Existenz bedrohend
werden. Außerdem wird spätestens die Analyse des
Bankberaters die Fehler zum Vorschein bringen und
damit Ihr Gründungsvorhaben beenden. Warum sollte
die Bank Ihnen Geld anvertrauen, wenn Sie durch
laienhafte Berechnung kundtun, dass ihnen der Durchblick
fehlt?
Für den Finanzplan sollten vorliegen:
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Investitionsplanung
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Finanzierungsplanung
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Private Kosten
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Mindestumsatz
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Liquiditätsvorschau (3 Jahre)
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Rentabilitätsvorschau (3 Jahre)
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Investitionsplanung
Welche notwendigen Investitionen werden für
die Errichtung Ihres Unternehmen benötigt? Welchen
Vorlaufkosten sind zu berücksichtigen und welche
Betriebsmittel fallen an?
Bei den Investitionen ist eine Reserve für Unvorhergesehenes
ratsam. Die Betriebsmittel sollten - gerade in den
Dienstleistungsberufen - für mindestens 6-12 Monate
kalkuliert werden.
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Finanzierungsplanung
Wie viel Eigenkapital können Sie mit einbringen?
Wie viel fremdes Kapital braucht Ihre Existenzgründung?
Der Anteil an Eigenkapital sollte 15 Prozent nicht
unterschreiten. Der Rest kann dann durch ein Gründungsdarlehen
der KfW-Mittelstandsbank bzw. durch Förderdarlehen
des jeweiligen Bundeslandes finanziert werden. Mit
dem Eigenkapital finanzieren Sie das Anlagevermögen.
Das Fremdkapital sollte nur zur Deckung des Umlaufvermögens
benutzt werden (goldene Bilanzregel).
Lesen Sie dazu diesen speziellen Beitrag:
http://www.gruender-ratgeber.de/gruendungsfinanzierung.html
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Private Kosten
Wie viel Geld will bzw. muss ich mit meiner
Selbstständigkeit verdienen? Welche privaten Kosten
muss ich mindestens erwirtschaften?
Ermitteln Sie die Kosten für ihren Lebensunterhalt
und eventeull für ihre Familie. Vergessen Sie nicht,
dass Sie sich krankenversichern sollten und für
ihre Vorsorge nun selbst aufkommen müssen
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Mindestumsatz
Welchen Umsatz müssen Sie erzielen, um Ihre
betrieblichen Kosten zu decken (break even)? Wie
hoch müssen die Einnahmen sein, um auch Ihre privaten
Kosten zu decken?
An dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Häufig wird
der Mindestumsatz nur für das 1. Geschäftsjahr ermittelt.
Vernachlässigt wird der Kapitaldienst, der im 3.
Jahr erst zu wirken beginnt, weil die meisten Gründungskredite
erst nach 2 Jahren getilgt werden müssen. Zinszahlungen
müssen aber bereits im 1. Jahr vorgenommen werden.
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Liquiditätsvorschau
Liquide bedeutet, dass man jederzeit in der
Lage ist, seine laufenden Kosten und Verbindlichkeiten
zu bezahlen. Die Liquidität muss laufend überwacht
werden. Was passiert, wenn sich die Materialkosten
um 15 Prozent erhöhen? Wie kann auf ein Umsatzrückgang
mit welchen Mitteln reagiert werden? |
Rentabilitätsvorschau
Bei der Rentabilitätsvorschau werden dem zu erwartenden
Umsatz die geplanten und zu erwartenden Kosten gegenüber
gestellt. Die Rentabilität gibt Aufschluss darüber,
ob sich ihre Existenzgründung überhaupt lohnt. |
Fazit:
Der Finanzplan soll die Geschäftsidee, die im Businessplan
erörtert wird, durch Zahlen abbilden. Allerdings
muss der Gründer die Idee auch umsetzen und die
finanziellen Aufgaben meistern.
Ein häufiger Grund für das Scheitern
einer Existenzgründung:
Fehler bei der Finanzierung. Viele
Gründer überschätzten ihre unternehmerischen Fähigkeiten.
Sie sind zwar in ihrem Fach ein Experte, wollen
sich aber selten eingestehen, dass sie in kaufmännischen
und betriebswirtschaftlichen Dingen zu große Defizite
aufweisen.
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